«Das ist erst der Anfang. Lebenslanges Lernen wird einen viel grösseren Raum in unserem Leben einnehmen.»

Felix Schmid, Co-Founder von Evrlearn, durfte im upbeat-Podcast der Handelszeitung über die Vision von Evrlearn berichten. Hier geht’s zu den Show Notes des Podcasts.

«Wir wollen mit Evrlearn den Ort schaffen, wo Leute sich mit ihrem Skill-Portfolio präsentieren, ihre Kompetenzen darstellen können und damit den Schlüssel für den zukünftigen Arbeitsmarkt haben.»

Felix Schmid, co-founder Evrlearn

Der upbeat-Podcast der Handelszeitung ist auf allen gängigen Kanälen zu finden:

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🎙️ Show Notes

⏱️ 00:50 – Was ist Evrlearn

«Wir sind Evrlearn. Wir sind ein sehr junges Startup. Wir sind aktuell zu viert. Wir haben Evrlearn vor 6 Monaten kurz vor dem Lockdown lanciert. Wir sind eine Plattform, die sich rund um dein lebenslanges Lernen dreht. Wir holen dich ab in deiner Situation, deinen Ambitionen und matchen dich mit Weiterbildungsmöglichkeiten, die dich weiterbringen.»

⏱️ 01:20 – Ist Evrlearn Booking.com für Weiterbildungen?

«Das trifft es gut. Es gibt die Analogie zu Booking.com oder Airbnb. Es gibt die Schwierigkeit, wenn man nach Weiterbildung sucht, dass viele bei Google starten. Bei Google besteht leider das Problem, dass man dort meist nur die typischen grossen Brands findet, die das nötige Kapital oder Potenzial haben, um überhaupt in Ads zu investieren.»

«Was wir machen wollen ist, dass wir dich mit Weiterbildungen verknüpfen (‚matchen‘) , die du typischerweise nicht via Google findest. Eigentlich spezialisierte Nischenangebote, die hochqualifiziert und gut sind, die du nur über Evrlearn findest und direkt buchen kannst.»

⏱️ 02:10 – Preise auf Evrlearn nicht höher als beim Anbieter: Wie geht das?

«Das ist so. Das sind egalitären Preise. Die Idee dahinter ist, dass Evrlearn ein eCommerce-Set für die Anbieter selbst ist. Dass sie einen neuen Distributionskanal via Evrlearn finden und so zu neuen Zielgruppen kommen.»

⏱️ 02:40 – Bereits sind renommierte Anbieter auf Evrlearn zu finden: Wie seid ihr die angegangen?

«Vor Covid war dies stark durch unser eigenes Netzwerk geprägt. Ich selbst war acht Jahre in der Hochschulwelt unterwegs. Ich habe dadurch schon bestimmte Kontakte gehabt zu diesen Top-Brands – sei dies zur HSG oder zur ZHAW. Wir haben auch dank unserem transaktionsorientierten Geschäftsmodell positive Resonanz erhalten, weil es für die Anbieter ein attraktives Modell darstellt.»

«Jetzt in der zweiten Phase, nach Covid, hat sich dies fast vollständig umgekehrt. Die Anbieter kommen auf uns zu, weil sie neue Distributionskanäle suchen und finden wollen.»

⏱️ 03:30 – Thematische Eingrenzung auf Evrlearn

«Bei Evrlearn dreht sich alles um die Kompetenzen der Zukunft. Einerseits gibt es diese digitale Seite, von Data Analytics hin zu Coding oder Geschäftsmodell-Transformation. Andererseits, geht es um die 4C: Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. Wir wollen ein holistisches Kompetenz-Portfolio aufbauen, damit du wirklich in die Zukunft gehen kannst und wirklich gut für den Arbeitsmarkt der Zukunft aufgestellt bist

⏱️ 04:35 – Massgeschneiderte Angebote auf Evrlearn

«Wir arbeiten mit verschiedenen Methoden. Ein Approach ist der Skill-Guide. Der Evrlearn Skill-Guide ist intuitiv aufgebaut. Er holt dich ab, wo du heute stehst, wie du dich im Arbeitsalltag fühlst, was deine Ambitionen sind. Auch was du ressourcen-technisch für Möglichkeiten hast. Dann kriegst du innerhalb von zwei Minuten einen ersten Vorschlag an Weiterbildungen. Und die kannst du dann weiter vertiefen.»

⏱️ 05:20 – Wie wurde der Skill-Guide entwickelt?

«Der Skill-Guide ist auf einer sehr detaillierten Informationsstruktur der Kurse aufgebaut. Das geht über die Dauer oder den Ort der Weiterbildung. Daneben aber auch eine Analyse der Kompetenzen die entwickelt werden. Dies bringen wir zusammen mit deinen Kompetenzen und Erfahrungen und wo du heute stehst.»

⏱️ 05:50 – Wieso hat dies vor Euch noch niemand gemacht?

«Es gibt einen starken Trend hin zu lifelong learning. Das ist aber erst der Anfang. Lebenslanges Lernen wird einen grösseren Raum in unserem Leben einnehmen. Warum das noch niemand gemacht hat, liegt wohl an der Komplexität des Themas selbst. Es ist keine einfache Commodity. Es ist kein Appartment, es ist kein Hotel, es ist kein Auto, das du fassen, anschauen oder klar beschreiben kannst. Es sind sehr vielschichtige Informationen dahinter die für dich als Entscheidungskriterien relevant sind. Und das ist nicht ganz einfach herunterzubrechen.»

⏱️ 06:50 – Können die Preise der Angebote durch eure Plattform ins Rutschen geraten?

«Es gab immer wieder Diskussionen, durch Plattformen wie Coursera oder edX, auf welchen Kurse teils kostenlos zur Verfügung stehen. Die gibt es schon seit über 10 Jahren und diese Plattformen haben noch keinen direkten Einfuss auf die Preise gehabt. Deshalb würde ich dies eher bezweifeln.»

⏱️ 07:30 – Wie bist du selbst zum Startup gelangt?

«Mein Weg zum Startup setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Bevor ich in der Bildung tätig war, arbeitete ich im Telekommunikationsbereich. Unterwegs immer zwischen Business und IT. Sehr stark Data-, Tech- und Innovations-getrieben. Ich habe dann einen kompletten Switch in die Hochschulwelt gemacht. Habe dort stark auf Bewertungen und Qualitätskriterien gearbeitet, um herauszufinden, was finden Studierende toll, welche Kompetenzen haben sie entwickelt, während diesen Modulen und jenen Inhalten. Ich bin dann selbst in eine Weiterbildungssituation hineingekommen, wo ich sagte, ich muss etwas an meiner Karriere ändern, ich bin nicht mehr ganz happy wo ich jetzt stehe. Bin dann über eine Weiterbildung mit dem Marketplace-Geschäftsmodell in Berührung gekommen. Und das hat mich absolut fasziniert.»

Evrlearn ist die Synopsis meiner Arbeit in Tech, der Hochschulwelt und dem Marketplace-Business Modell.

Felix Schmid, Co-Founder Evrlearn

⏱️ 08:50 – An welchem Punkt ist dein Mitgründer aufgetaucht?

«Ich habe meinen Mitgründer in der genannten Weiterbildung kennengelernt. Wir haben da gemeinsam ein Marketplace-Modell entwickelt und sind seit da stetig in Kontakt gewesen. Dann gab es auch bei ihm eine Karriereneuorientierung. So haben wir uns entschieden, dass wir uns zusammentun.»

⏱️ 10:30 – Wie ist die Stimmung im Startup?

«Wir sind frisch. Wir sind zu viert. Wir sind sozusagen immer noch im Founding-Team unterwegs. Uns war von Anfang an bewusst, dass ein Marketplace aufzubauen – mit oder ohne Covid – eine Riesen-Challenge ist. Aber wir sehen auch die Chancen dahinter, das zu machen. Deshalb ist unsere Stimmung ein Up und Down. Also die typische Achterbahn-Fahrt, von der man hört. An einem Tag funktioniert alles grandios. Aber es gibt die Realität von 9 von 10 gescheiterten Experimenten und das ist klar nicht immer ein so tolles Gefühl.»

⏱️ 11:30 – Machen die Leute während Corona mehr Weiterbildungen?

«Das ist immer noch eine Hypothese. Da gibt es verschiedene Aussagen dazu. Am Anfang von Corona hatten die Leute komplett andere Sorgen, nämlich die Organisation ihres unmittelbaren Lebens. Aber mittlerweile rückt dieses Bereitmachen für die Zukunft immer mehr ins Zentrum.»

⏱️ 12:00 – Fragen wie: Wie macht man eigentlich im Homeoffice Karriere?

«Solche Fragen stehen im Raum: Wie kann man demonstrieren welche Fähigkeiten man hat? Wir sind dabei hier mit einem Skill-Portfolio auf Evrlearn Hilfe zu schaffen, einer Art dynamischer CV, in dem alle Weiterbildungen und die eigenen Fähigkeiten zusammenfliessen. Einen dynamischen Ort, den man nach aussen tragen kann, um sich im Arbeitsmarkt der Zukunft zu behaupten.»

⏱️ 12:40 – Wie habt ihr euch finanziert?

«Wir waren zu Beginn bootstrapped. Wir haben die Firmengründung selbst finanziert. Wir haben dann eine Business Angel-Runde gemacht und sind nun an der zweiten Runde dran. Wir sind interessiert an privaten Pre-Seed Investoren oder professionellen Institutionen.»

⏱️ 17:00 – Wo seid ihr in 5 Jahren?

«Wir wollen mit Evrlearn den Ort schaffen, wo Leute sich mit ihrem Skill-Portfolio präsentieren und ihre Kompetenzen darstellen können und damit den Schlüssel für den künftigen Arbeitsmarkt haben.»